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»Mit Händen zu greifen: Gutenbergs Erbe«

»Mit Händen zu greifen: Gutenbergs Erbe«

Herz­li­chen Dank an Sil­via Wer­fel für die pro­fun­de Zusam­men­fas­sung der ver­gan­ge­nen ›Transformationen‹-Tagung im Main­zer Guten­­­berg-Muse­um, die in der letz­ten Aus­ga­be des Druck-Fach­­ma­ga­zins  ›Deut­scher Dru­cker‹ (25–26/2018) ver­öf­fent­licht wur­de. Beson­ders erfreu­lich aus unse­rer Sicht ist die treff­li­che Her­vor­he­bung unse­res Walz-Pro­­je­k­­tes, das in die­sem Jahr star­ten wird.

Bewah­rung, För­de­rung und Ver­mitt­lung – das sind die wesent­li­chen Auf­ga­ben des Ver­eins. Inso­fern kön­nen wir ihrem Fazit unein­ge­schränkt zustim­men: »Die tra­di­tio­nel­len Druck­tech­ni­ken inklu­si­ve Schrift­guss und Hand­satz för­dern Fin­ger­fer­tig­keit und Krea­ti­vi­tät – und machen auch noch Spaß. Für Unter­richt, Aus­bil­dung und Pro­duk­ti­on aber brau­chen wir Pro­fis – noch gibt es eini­ge, und das Netz­werk wächst …«

Vortrag ›Gutenberg und die asiatischen Drucktechniken‹

Vortrag ›Gutenberg und die asiatischen Drucktechniken‹

Das Guten­berg­mu­se­um in Mainz lädt ein zum Vor­trag von Dr. Vol­ker Benad-Wagen­hoff am 13. Dezem­ber um 19 Uhr im Vor­trags­saal des Guten­­­berg-Muse­um. Der Ein­tritt ist kos­ten­frei.

Dr. Vol­ker Benad-Wagen­hoff ist Mit­ku­ra­tor der Aus­stel­lung ›Guten­berg und die asia­ti­schen Druck­tech­ni­ken‹.

Aus der Pres­se­er­klä­rung des Guten­berg­mu­se­ums: »Guten­berg war nicht der ers­te, der mit ›beweg­li­chen‹ Let­tern gedruckt hat. Aber sei­ne Erfin­dun­gen sind es, die die Welt ver­än­dert haben und ihn zum Vater unse­rer moder­nen Infor­ma­ti­ons­ge­sell­schaft wer­den lie­ßen. Schaut man sich genau­er an, was asia­ti­sche Früh­dru­cker zuvor ent­wi­ckelt hat­ten, und ver­gleicht damit die Vor­ge­hens­wei­se des Main­zer Erfin­ders, zei­gen sich gra­vie­ren­de Unter­schie­de. Wäh­rend in Chi­na und Korea tra­di­tio­nell kunst­hand­werk­lich gear­bei­tet wur­de, bau­te Guten­berg maschi­nel­le Ele­men­te in sei­nen Druck­pro­zess ein. Das war qua­si ein Vor­griff auf die Tech­ni­sie­rung im Indus­trie­zeit­al­ter.
Dr. Vol­ker Benad-Wagen­hoff als Mit­ku­ra­tor der aktu­el­len Son­der­aus­stel­lung ›Ohne Zwei­fel Guten­berg? Die Erfin­dung des Buch­drucks in Euro­pa und Asi­en‹ im Guten­berg­jahr, ist pro­fun­der Ken­ner der Mate­rie und stu­dier­ter Maschi­­nen­­bau-Inge­­nieur. Er beleuch­tet in sei­nem Vor­trag die Gemein­sam­kei­ten und Unter­schie­de der Ent­wick­lun­gen aus tech­nik­his­to­ri­scher Sicht.«

Transformationen des Buchdrucks 2: Haptiken

Transformationen des Buchdrucks 2: Haptiken

Von vie­len gefor­dert, damals auch ange­kün­digt und jetzt umge­setzt: Kom­men­de Woche fin­det vom 15. bis 16. Novem­ber die Fort­set­zung unse­rer ers­ten und erfolg­rei­chen Tran­s­­for­­ma­­ti­o­­nen-Tagung vom Juni 2016 statt. Zu den dama­li­gen Orga­ni­sa­to­ren, dem Exzel­lenz­clus­ter ›Bild Wis­sen Gestal­tung‹ an der Hum­boldt-Uni­­ver­­­si­­tät zu Ber­lin, der Dresd­ner Offi­zin Haag-Dru­gu­­lin und dem Ver­ein ist nun das Guten­­­berg-Muse­um zu Mainz gesto­ßen, das auch Gast­ge­ber der Ver­an­stal­tung ist.

In einem inter­dis­zi­pli­nä­ren Aus­tausch von Wis­sen­schaft, Design und Hand­werks­pra­xis wird die Dis­kus­si­on um die Aktua­li­tät des Buch­drucks und dem mit ihm ver­bun­de­nen Wis­sen in drei ver­schie­de­nen The­­men-Blö­­cken – ›Schrift-Han­d­­werk‹, ›Schrift-Kon­­tak­­te‹ und ›Buch-Han­d­­lun­­gen‹ – fort­ge­führt, wobei dies­mal das The­ma ›Hap­tik‹, das vor zwei Jah­ren nicht behan­delt wer­den konn­te, im Zen­trum steht. Ein Höhe­punkt ist sicher die Podi­ums­dis­kus­si­on am Don­ners­tag um die Fra­ge, ob und in wel­cher Form Guten­bergs Erfin­dun­gen des Schrift­gus­ses und Blei­sat­zes bewahrt und aktiv wei­ter­ge­tra­gen wer­den sol­len (Stich­wort: Imma­te­ri­el­les Kul­tur­er­be).

Infor­ma­tio­nen zu den Vor­trä­gen und die Mög­lich­keit zur Anmel­dung (die Teil­nah­me ist kos­ten­los) fin­den sich auf der Web­site https://www.interdisciplinary-laboratory.hu-berlin.de/de/content/transformationen-des-buchdrucks-2-haptiken/

Der Verein auf der Jahrestagung des IADM in Mainz

Der Verein auf der Jahrestagung des IADM in Mainz

Die­ses Jahr nahm der Ver­ein, ver­tre­ten durch sei­nen Vor­sit­zen­den Jür­gen Frans­sen, das ers­te Mal an der Tagung des ›Inter­na­tio­na­len Arbeits­krei­ses für Druck- und Medi­en­ge­schich­te e.V.‹ (IADM) teil, wel­che ver­gan­ge­ne Woche, vom 1. bis 3. Novem­ber, im Guten­­­berg-Muse­um zu Mainz statt­fand. Das Grup­pen­pho­to gibt die gute Stim­mung authen­tisch wie­der: lau­ter freund­li­che, fach­kun­di­ge und über­dies mit­teil­sa­me Teil­neh­mer. The­ma war »Johan­nes Guten­berg – der ers­te ›Inge­nieur‹ der Druck­tech­nik. Neue Fra­gen und inno­va­ti­ve Ant­wor­ten zur Rea­li­sie­rung des Buch­drucks«. In den Vor­trä­gen wur­de der aktu­el­le Kennt­nis­stand zu Guten­bergs Tech­nik von der Far­be über das Papier und das Gieß­in­stru­ment bis zur Hand­pres­se sorg­sam und kennt­nis­reich vor­ge­stellt. Dazu gab’s noch kri­ti­sche Bemer­kun­gen zum Guten­­­berg-Film von ARTE und ein Resü­mee über die buch­wis­sen­schaft­li­chen Ergeb­nis­se des Guten­­­berg-Jah­­res. Und in den Pau­sen lie­ßen sich natür­lich vie­le inten­si­ve, erkennt­nis­rei­che Gesprä­che füh­ren sowie wert­vol­le neue Kon­tak­te für den Ver­ein knüp­fen. (Pho­to: Mar­kus Kohz, © Guten­­­berg-Muse­um Mainz)

Tag der Druckkunst am 15. März 2019

Tag der Druckkunst am 15. März 2019

Der Bun­des­ver­band Bil­den­der Künst­le­rin­nen und Künst­ler (BBK), der zusam­men mit dem Leip­zi­ger Druck­mu­se­um die Bewer­bung der künst­le­ri­schen Druck­tech­ni­ken für die Auf­nah­me in die natio­na­le Lis­te des Imma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes getra­gen hat (https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe/immaterielles-kulturerbe-deutschland/bundesweites-50), ruft jetzt dazu auf, am 15. März 2019 den Tag der Druck­kunst zu bege­hen. »Künstler*innen, Muse­en, Kunst­ver­ei­ne, Druck­werk­stät­ten und alle ande­ren, die mit Druck­kunst zu tun haben«, kön­nen sich dar­an mit Ver­an­stal­tun­gen ver­schie­dens­ter Art betei­li­gen. »Der BKK bie­tet hier­für einen Rah­men und unter­stützt die Öffent­lich­keits­ar­beit.« Wei­te­re Infor­ma­tio­nen mit der Mög­lich­keit zur Anmel­dung fin­den sich auf der Web­site.